Schuleintrittsphase

Seit einigen Jahren kommen zunehmend Kinder mit nicht hinreichend entwickelten Vorläuferfähigkeiten für die Fächer Deutsch und Mathematik und erweiterungsbedürftigen Basis- sowie Alltagskompetenzen zu uns in die Schule. Die Unterschiede beim Eintritt in die Schule zwischen den Kindern sind gravierend und zunehmend schwieriger gestalten sich für die Kinder die Schriftsprachserwerbsprozesse und die Weiterentwicklung mathematischer Kompetenzen.

Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass wir Zeit, Gelassenheit und Muße in der Schuleintrittsphase benötigen, um die Schüler*innen dort abzuholen, wo sie stehen und um sie ausgehend von ihrem Entwicklungstand gezielt fördern zu können. Das einzelne Kind steht im Mittelpunkt mit seine Stärken und Schwächen und daran anknüpfend sollte die Förderung und Forderung erfolgen.

 

Ziele der ersten Schulwochen

Während der ersten Schulwochen - etwa bis zu den Oktoberferien - verfolgen wir somit mit unseren ersten Klassen primär folgende Ziele:

  • Soziales Miteinander stärken bzw. trainieren
  • Klassengemeinschaft entwickeln und stärken
  • Ganztagsschulalltag kennen lernen und ritualisieren
  • Schulregeln erlernen und trainieren
  • Vorläuferfähigkeiten für Mathematik und Deutsch absichern
  • Basiskompetenzen zur Bewältigung des Schul- und Lebensalltags absichern und trainieren

 

Konsequenzen für den Unterricht

In diesen ersten Wochen stärken wir daher vor allem die Fächer Deutsch und Mathematik, um die Basiskompetenzen und Vorläuferfähigkeiten zu diagnostizieren und daran anknüpfend für das einzelne Kind die Förderung (nach oben und nach unten) zu gestalten. Alle Fachlehrkräfte, Erzieher*innen und Sonderpädagog*innen ordnen sich diesen Zielen unter und gestalten ihren Unterricht in enger Absprache mit dem Klassen- und dem Jahrgangsteam.

In den ersten Schulwochen arbeiten wir daher auch nicht zwingend mit den Klassenlehrwerken.

 

© Anton-Rée-Schule Allermöhe 2019